Die ODI-Methodik wurde im Cordis-Fall (Ulwick, HBR 2002) erstmals umfassend dokumentiert: Ein Hersteller von Angioplastie-Ballons wuchs von <1 % Marktanteil auf 10 % in den USA, 18 % in Japan, 20 % in Europa und 30 % in Kanada. Cordis brachte 12 neue Katheter auf den Markt und entwickelte den modernen Koronarstent — eines der erfolgreichsten Medizinprodukte aller Zeiten.
Was Cordis tat, war nicht magisch: Sie befragten Kardiologen, Krankenschwestern und Krankenhausverwalter zu jedem Schritt des Angioplastie-Vorgangs — und übersetzten die Antworten in ~75 Outcomes nach 30 Interviews. Die Outcomes mit hohem Importance-/niedrigem Satisfaction-Score („Restenose minimieren") wurden zur Entwicklungspriorität. Das Ergebnis: ein Stent, der die Restenose um 20 % reduzierte und im ersten Jahr ~1 Mrd. USD Umsatz erzielte.