Innovationsberatung

Outcome-Driven Innovation im DACH-Raum

Outcome-Driven Innovation (ODI) für den DACH-Markt: Wie deutsche, österreichische und Schweizer Unternehmen mit ODI systematisch innovieren.

Warum ein amerikanisches Framework perfekt in die DACH-Ingenieurskultur passt

Outcome-Driven Innovation (ODI) wurde in den USA entwickelt. Tony Ulwick, Gründer von die ODI-Praxis, hat die Methodik über drei Jahrzehnte in Projekten mit Unternehmen wie Johnson & Johnson, Microsoft und Bosch verfeinert. Die Erfolgsquote: 86 Prozent der ODI-gestützten Produktlaunches sind erfolgreich — fünfmal besser als der Branchendurchschnitt.

Diese Zahlen klingen beeindruckend. Aber für einen deutschen Ingenieur, einen österreichischen Produktmanager oder eine Schweizer Geschäftsführerin reicht die amerikanische Erfolgsgeschichte nicht. Die Frage lautet: Funktioniert das auch hier? In unserer Kultur, mit unseren Kunden, in unseren Märkten?

Die kurze Antwort: Ja. Und zwar besonders gut.

Die ausführliche Antwort folgt in diesem Artikel. Er zeigt, warum ODI und die DACH-Ingenieurskultur eine natürliche Passung haben, wo die kulturellen Anpassungen liegen und wie Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ODI erfolgreich einsetzen.


Was ODI ist — und was es nicht ist

ODI ist kein Kreativitäts-Framework. Es ist kein Brainstorming-Tool. Es ist kein Workshop-Format. ODI ist ein vollständiger Innovationsprozess, der von der Marktdefinition bis zur Wachstumsstrategie reicht.

Die sechs Schritte im Detail:

Schritt 1: Den Markt um den Job definieren

Ein Markt ist nicht “Krankenhaustechnik” oder “Landmaschinen.” Ein Markt ist eine Gruppe von Menschen, die denselben Job-to-be-Done haben. “Chirurgen, die eine minimal-invasive Operation durchführen” ist ein Markt. “Landwirte, die den Boden für die Aussaat vorbereiten” ist ein Markt.

Diese Definition verändert die Wettbewerbsanalyse fundamental. Wenn Ihr Markt “Bagger” ist, konkurrieren Sie mit Caterpillar und Komatsu. Wenn Ihr Markt “Erdreich bewegen, um ein Fundament vorzubereiten” ist, konkurrieren Sie auch mit Spezialtiefbau-Dienstleistern, alternativen Gründungsverfahren und digitalen Planungstools, die den Erdaushub minimieren.

Schritt 2: Kundenbedürfnisse als Desired Outcomes entdecken

Durch qualitative Interviews mit 10 bis 15 Anwendern wird eine Job Map erstellt — eine funktionale Zerlegung des Jobs in Schritte. Für jeden Schritt werden Desired Outcomes formuliert: lösungsunabhängige, messbare Aussagen über das, was der Kunde bei diesem Schritt erreichen will.

Ein typisches Projekt erzeugt 50 bis 150 Outcomes. Das klingt nach viel. Aber genau diese Granularität ist der Grund, warum ODI funktioniert: Sie erfasst Bedürfnisse, die in Kundenbefragungen oder Fokusgruppen nie auftauchen würden.

Schritt 3: Über- und untererfüllte Bedürfnisse quantifizieren

In einer quantitativen Befragung bewerten 180 bis 600 Kunden jedes Outcome nach zwei Dimensionen:

  • Wichtigkeit: Wie wichtig ist dieses Outcome für Sie? (1-5 Skala)
  • Zufriedenheit: Wie zufrieden sind Sie mit der aktuellen Lösung? (1-5 Skala)

Der Opportunity Score berechnet sich als: Wichtigkeit + (Wichtigkeit - Zufriedenheit) = Opportunity.

Scores über 10 (auf einer 20-Punkte-Skala) signalisieren eine Wachstumschance. Scores über 15 sind seltene, hochattraktive Chancen. Scores unter 6 zeigen Überversorgung — hier kann vereinfacht oder Kosten reduziert werden.

Schritt 4: Verborgene Wachstumssegmente entdecken

Durch Clusteranalyse der Befragungsdaten werden Kundensegmente identifiziert, die sich nicht nach Demografie, Region oder Unternehmensgröße unterscheiden — sondern nach ihren unerfüllten Bedürfnissen.

Diese Segmente sind strategisch hochrelevant, weil sie Kundengruppen definieren, die bereit sind, für bessere Lösungen zu bezahlen — und die von existierenden Angeboten nicht adäquat bedient werden.

Schritt 5: Wachstumsstrategie formulieren

Auf Basis der Daten wird eine von fünf Strategien gewählt:

  • Differenzierte Strategie: Unterversorgte Outcomes besser bedienen als die Konkurrenz.
  • Dominante Strategie: Alle Outcomes besser bedienen — selten möglich, aber wenn doch, eine Monopol-Position.
  • Disruptive Strategie: Überversorgte Outcomes abspecken und einen günstigeren Einstieg bieten.
  • Diskrete Strategie: Ein Nischensegment mit spezifischen Bedürfnissen gezielt bedienen.
  • Nachhaltige Strategie: Bestehende Position verteidigen und inkrementell verbessern.

Schritt 6: Ideen generieren und Konzepte erstellen

Erst jetzt werden Ideen generiert — mit klaren Zielvorgaben. Jede Idee wird daran gemessen, wie viele und welche unterversorgten Outcomes sie adressiert. Das macht die Bewertung objektiv und befreit sie von internen Machtspielen.


Warum ODI in der DACH-Region besonders gut funktioniert

Die Ingenieursmentalität als Vorteil

DACH-Ingenieure denken in Spezifikationen, Toleranzen und messbaren Größen. ODI liefert genau das — nur aus Kundensicht. Desired Outcomes sind faktisch Kundenspezifikationen: messbare, priorisierbare Anforderungen.

Ein Outcome wie “Minimiere die Wahrscheinlichkeit, dass die Schnittfläche bei unterschiedlichen Materialstärken ungleichmäßig wird” ist für einen Ingenieur sofort verständlich und umsetzbar. Es ist eine Anforderung, die er in ein Lastenheft übersetzen kann — und die nicht aus dem Produktmanagement-Büro stammt, sondern vom Kunden.

In Workshops mit DACH-Ingenieuren erlebe ich regelmäßig denselben Moment: Wenn sie die quantifizierten Opportunity Scores sehen, leuchten die Augen auf. Endlich haben sie klare, datengestützte Anforderungen — statt vager Produktmanagement-Briefings. ODI spricht die Sprache, die Ingenieure verstehen.

Martin Pattera

Lange Produktlebenszyklen erfordern präzise Ausrichtung

Maschinenbau-Unternehmen wie Palfinger, Liebherr oder Pöttinger entwickeln Produkte mit Lebenszyklen von 5 bis 15 Jahren. Eine falsche strategische Entscheidung — die falschen Features, das falsche Marktsegment — wirkt sich über ein Jahrzehnt aus. In diesen Märkten ist die Absicherung durch quantifizierte Kundendaten nicht optional, sondern existenziell.

Ein ODI-Projekt kostet typischerweise einen Bruchteil der Entwicklungskosten eines neuen Produkts. Wenn es verhindert, dass Millionen in die falsche Richtung investiert werden, hat es sich hundertfach amortisiert.

Qualitätsanspruch und Datenhunger

“German Engineering” steht für Qualität. Dieser Qualitätsanspruch erstreckt sich auch auf Entscheidungsgrundlagen. DACH-Führungskräfte sind skeptisch gegenüber Bauchentscheidungen und Marketing-Hypes. Sie wollen Daten. ODI liefert Daten — nicht Meinungen, nicht Impressionen, sondern statistisch belastbare Opportunity Scores.

Mittelstandskultur und Kundenbeziehungen

Der DACH-Mittelstand pflegt oft jahrzehntelange Kundenbeziehungen. Key-Account-Manager kennen ihre Kunden persönlich. Diese Beziehungen sind Gold wert — aber sie erzeugen auch blinde Flecken. Man glaubt, den Kunden zu kennen, weil man ihn seit 15 Jahren besucht.

ODI nutzt diese Beziehungen als Ausgangspunkt, geht aber systematisch tiefer. Die qualitativen Interviews für die Job Map funktionieren besonders gut, wenn echtes Vertrauen besteht. Und die quantitativen Ergebnisse zeigen oft, dass selbst langjährige Kundenkenner überrascht werden.


Kulturelle Anpassungen für den DACH-Markt

Sprache und Begrifflichkeit

ODI-spezifische Begriffe wie “Desired Outcome,” “Opportunity Score” oder “Job Map” haben keine etablierten deutschen Entsprechungen. In unserer Arbeit verwenden wir die englischen Begriffe in Kombination mit deutschen Erklärungen. Das funktioniert gut, weil DACH-Fachkräfte in internationalen Kontexten arbeiten und englische Fachbegriffe gewohnt sind.

Für die Formulierung von Outcomes arbeiten wir bei deutschsprachigen Kunden in der Sprache, in der der Kunde seinen Job beschreibt. Wenn ein Landmaschinenfahrer “Umrüstzeit” sagt und nicht “Changeover Time,” formulieren wir das Outcome auf Deutsch.

Datenschutz und DSGVO

Die quantitative Befragung in ODI-Projekten muss DSGVO-konform durchgeführt werden. Das erfordert Aufmerksamkeit bei der Einwilligung, der Datenspeicherung und der Anonymisierung — aber es ist kein Hindernis. DACH-Unternehmen sind routiniert im Umgang mit Datenschutzanforderungen.

Entscheidungskultur

In vielen DACH-Unternehmen sind Entscheidungsprozesse konsensorientierter als in US-Firmen. Das kann ODI-Projekte verlangsamen — aber es kann sie auch stärken. Wenn die quantitativen Daten auf dem Tisch liegen, versachlichen sie die Diskussion. “Wir haben unterschiedliche Meinungen” wird zu “Die Daten zeigen, dass Outcome #47 einen Score von 14,3 hat.” Das erleichtert den Konsens, weil die Basis nicht mehr subjektiv ist.

Info

In DACH-Unternehmen empfehlen wir, die ODI-Ergebnisse in einem Alignment-Workshop mit dem Führungsteam zu präsentieren. Wenn alle dieselben Daten sehen, fällt die Konsensfindung deutlich leichter als in meinungsbasierten Strategiediskussionen.

Branchenbeispiele aus dem DACH-Raum

Landmaschinenbau

Ein österreichischer Landmaschinenhersteller — vergleichbar mit Unternehmen wie Pöttinger — wollte seine nächste Produktgeneration für den Ackerbau entwickeln. Die traditionelle Vorgehensweise: Features der Konkurrenz analysieren, technische Möglichkeiten evaluieren, Vertriebsfeedback einsammeln.

Die ODI-Alternative: Den Job “Boden für die Aussaat vorbereiten” analysieren. Die Job Map umfasste 11 Schritte, von der Feldanalyse über die Bodenbearbeitung bis zur Qualitätskontrolle des vorbereiteten Saatbetts. 127 Desired Outcomes wurden identifiziert.

Die quantitative Studie mit 240 Landwirten zeigte: Die am stärksten unterversorgten Bedürfnisse lagen nicht in der Bearbeitungsgeschwindigkeit (bereits gut versorgt) und nicht in der Arbeitstiefe (bereits gut versorgt). Sie lagen in der Anpassung an wechselnde Bodenverhältnisse innerhalb eines Feldes und in der Dokumentation der Bearbeitungsparameter für Nachweispflichten gegenüber Behörden.

Das Unternehmen entwickelte daraufhin ein Sensor-basiertes System, das die Maschineneinstellungen automatisch an Bodenverhältnisse anpasst und die Daten dokumentiert. Ein Produkt, das aus rein technischer Perspektive nie Priorität gehabt hätte — aber das die wirklich unterversorgten Bedürfnisse der Landwirte adressierte.

Kran- und Hebetechnik

Ein Hersteller von Kran- und Hebesystemen — vergleichbar mit Palfinger oder Liebherr — untersuchte den Job “Lasten auf einer Baustelle sicher positionieren.” Die Studie identifizierte ein Kundensegment, das mit der Planung und Koordination von Hebevorgängen massiv unterversorgt war — nicht mit der Hebeleistung selbst.

Die Konsequenz: Statt den nächsten Kran mit mehr Tragkraft zu entwickeln, investierte das Unternehmen in eine digitale Planungsplattform, die Hebeoperationen simuliert, Sicherheitsabstände berechnet und die Dokumentation automatisiert.

Medizintechnik

Ein Schweizer Medizintechnik-Unternehmen untersuchte den Job “eine chronische Wunde zur Heilung bringen.” Die Studie zeigte, dass der am stärksten unterversorgte Bereich nicht die Wundauflage selbst war (technisch bereits hochentwickelt), sondern die Beurteilung des Heilungsfortschritts und die Kommunikation zwischen den behandelnden Fachpersonen.


ODI und der Stage-Gate-Prozess

Die meisten DACH-Unternehmen verwenden einen Stage-Gate-Prozess für die Produktentwicklung. ODI ersetzt diesen Prozess nicht — es liefert die Inputs für die frühen Gates.

Gate 0 (Ideengenerierung): ODI liefert die Zielkoordinaten: Welche Outcomes sind unterversorgt? Welche Segmente sind adressierbar?

Gate 1 (Konzeptbewertung): Konzepte werden daran bewertet, wie viele unterversorgte Outcomes sie adressieren. Das ersetzt subjektive Bewertungsmatrizen durch datengestützte Scoring-Modelle.

Gate 2 (Business Case): Die Segmentdaten aus ODI liefern die Grundlage für die Marktgrößenschätzung und die Zahlungsbereitschaftsanalyse.

Gate 3+ (Entwicklung und Launch): Die ODI-Daten bleiben relevant als Benchmark: Adressiert das Produkt in der Entwicklung noch die identifizierten Outcomes? Oder hat sich der Fokus verschoben?

ODI ersetzt nicht Ihren Entwicklungsprozess. Es macht ihn besser. Wenn Sie vor Gate 1 wissen, welche 15 Outcomes den höchsten Opportunity Score haben, können Sie jeden nachfolgenden Gate-Review an diesen Outcomes messen. Das reduziert Scope Creep und politisch motivierte Feature-Ergänzungen massiv.

Martin Pattera

Typische Einwände — und ehrliche Antworten

“Das dauert zu lang. Wir brauchen schnelle Ergebnisse.”

Ein vollständiges ODI-Projekt dauert 3 bis 6 Monate. Das ist lang im Vergleich zu einem Brainstorming-Workshop. Es ist kurz im Vergleich zu einer Produktentwicklung, die 18 Monate dauert und dann am Markt scheitert. Die Frage ist nicht “Wie schnell können wir eine Richtung festlegen?” sondern “Wie sicher können wir sein, dass die Richtung stimmt?”

“Wir können unsere Kunden nicht so intensiv befragen.”

Die qualitative Phase erfordert 10 bis 15 Interviews von je 60 bis 90 Minuten. Die quantitative Phase erfordert eine Online-Befragung, die 20 bis 30 Minuten dauert. In der Praxis sind Kunden bereit, diese Zeit zu investieren — weil die Fragen ihre reale Arbeit betreffen und nicht die üblichen Zufriedenheitsabfragen sind. Viele Kunden berichten, dass die Interviews ihnen selbst neue Einsichten liefern.

“Wir kennen unsere Kunden gut genug.”

Das ist der häufigste und gefährlichste Einwand. In jedem ODI-Projekt, das wir durchgeführt haben — ohne Ausnahme — gab es Ergebnisse, die das Team überrascht haben. Bedürfnisse, die als wichtig galten, stellten sich als bereits gut versorgt heraus. Bedürfnisse, die niemand auf dem Schirm hatte, zeigten die höchsten Opportunity Scores. Kundenkenntnis ist wertvoll. Systematische Kundenkenntnis ist strategisch.

“Das ist zu teuer für unsere Unternehmensgröße.”

ODI skaliert. Ein fokussiertes Projekt mit 60 Outcomes und 200 Befragungsteilnehmern ist deutlich schlanker als eine Vollstudie mit 150 Outcomes und 600 Teilnehmern — und liefert trotzdem strategisch belastbare Ergebnisse. Die Investition muss im Verhältnis zum Risiko einer Fehlentwicklung betrachtet werden.


Der Einstieg: Wie DACH-Unternehmen mit ODI beginnen

Der bewährte Einstieg ist ein Pilotprojekt auf einem strategisch wichtigen Markt. Wählen Sie einen Markt, bei dem Sie vermuten, dass es verborgene Chancen gibt — oder bei dem die letzte Produktgeneration die Erwartungen nicht erfüllt hat.

MYLES Strategy & Innovation begleitet dieses Pilotprojekt als erfahrener ODI-Praktiker. Dabei ist der Wissenstransfer integraler Bestandteil: Am Ende des Projekts soll Ihr Team nicht nur Ergebnisse haben, sondern auch die Fähigkeit, die Methodik eigenständig anzuwenden.

Für einen Überblick über den gesamten Prozess der Innovationsbefähigung lesen Sie den Leitfaden Innovationsberatung: Systematische Innovation im Unternehmen.

ODI-Potenzial für Ihr Unternehmen

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Häufig gestellte Fragen

JTBD (Jobs to be Done) ist die theoretische Grundlage — die Erkenntnis, dass Kunden Jobs erledigen wollen, nicht Produkte kaufen wollen. ODI (Outcome-Driven Innovation) ist das operative Framework, das auf dieser Erkenntnis aufbaut. ODI liefert den vollständigen Prozess: von der Marktdefinition über die quantitative Bedarfsermittlung bis zur Strategieformulierung. Man kann JTBD als Denkmodell nutzen, ohne ODI zu verwenden. Aber ODI setzt JTBD voraus.
Für die Grundarbeit — Interviews, Job Map, Outcome-Formulierung — brauchen Sie keine spezielle Software. Für die quantitative Befragung und die statistische Auswertung verwenden wir Standardtools für Online-Befragungen und statistische Analyse. bietet zusätzlich ein eigenes Software-Tool (a proprietary outcome-survey platform) für die Analyse und Visualisierung der Ergebnisse an. Es ist hilfreich, aber nicht zwingend nötig.
Mindestens 180 Teilnehmer für eine statistisch belastbare Aussage auf Gesamtmarktebene. Wenn Sie Segmentanalysen durchführen wollen — was wir empfehlen — sollten es 300 bis 600 sein, damit jedes Segment eine ausreichende Stichprobengröße hat. In B2B-Märkten mit kleinen Kundenpopulationen passen wir die Methodik entsprechend an.
Ja. Der Job-to-be-Done ist unabhängig davon, ob die Lösung ein physisches Produkt, eine Dienstleistung, eine Software oder eine Kombination daraus ist. Wir haben ODI-Projekte in so unterschiedlichen Bereichen wie Maschinenbau, Finanzdienstleistungen, Facility Management und klinischer Forschung durchgeführt. Der Prozess ist derselbe — die Outcomes sind natürlich branchen- und jobspezifisch.
Das passiert regelmäßig — und es ist einer der wertvollsten Momente im Projekt. Wenn die Daten zeigen, dass ein Bedürfnis, das intern als kritisch galt, aus Kundensicht bereits gut versorgt ist, dann hat das Team gerade eine potenzielle Fehlinvestition vermieden. Wir empfehlen, die Ergebnisse in einem strukturierten Workshop zu diskutieren, in dem die Daten im Vordergrund stehen — nicht Hierarchien oder Meinungen. In unserer Erfahrung akzeptieren auch skeptische Führungskräfte die Ergebnisse, wenn die Methodik transparent und die Daten belastbar sind.
Martin Pattera
Geschrieben von

Martin Pattera

Martin helps leadership teams build innovation capabilities and navigate strategic transformation. With experience spanning Fortune 500s and high-growth startups, he brings a practitioner's lens to strategy consulting.